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Themenblock: »Gesellschaftskritik«

Referent_in: Julian Bierwirth

Tag/Zeit: Donnerstag, 13.9.2012, 14:30–16:00 Uhr

+ + + + WORKSHOP FÄLLT WEGEN KRANKHEIT DES REFERENTEN AUS + + + +

Lesarten der Marxschen Theorie

Kaum ein Theoretiker scheint derart umstritten wie Karl Marx. Egal ob bei KritikerInnen oder BefürworterInnen: es gibt wohl kaum eine Ansicht, die Marx noch nicht nachgesagt worden ist. In diesem Workshop soll es darum gehen, die Entwicklung der Debatte um die Marxsche Theorie nachzuzeichnen und die wesentlichen Strömungen zu identifizieren, die sich um ein adäquates Verständnis dieser Theorie bemühen. Der Fokus des Workshops wird dabei auf der Debatte im deutschsprachigen Raum liegen. Es soll ein Bogen gezogen werden vom traditionellen Parteimarxismus der 1. und 2. Internationale über den Westlichen Marxismus und die Neue Marx Lektüre bis hin zur Wertkritik. Dabei sollen wesentliche Konzepte der Interpretationen verdeutlicht und die Ursachen für die jeweils neuen Impulse herausgearbeitet werden. Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Konzepte soll im Anschluss über deren Bedeutung für die Konzeptionalisierung der Kritischen Psychologie diskutiert werden.

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Themenblock: »Gesellschaftskritik«

Referent_in: Jan Aleith

Tag/Zeit: Samstag, 15.9.2012, 14:30–16:30 Uhr

Ein Handlungsforschungsprojekt im Spannungsfeld zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung

Das klassische Normalarbeitsverhältnis wird zunehmend abgelöst von anderen, meist prekären Beschäftigungsverhältnissen wie Befristungen, Honorar-, Teilzeit- und Werkverträgen und Leiharbeit. Dadurch sinken auch die Handlungsmöglichkeiten für die betriebliche Mitbestimmung. Arbeitnehmerrechte werden entweder ganz außer Kraft gesetzt oder für den Einzelnen nicht mehr durchsetzbar. Fragmentierte Arbeitszeiten, fehlende Arbeitszusammenhänge, unklare Betriebszugehörigkeiten und unklare Verantwortlichkeiten erschweren Solidarisierungsversuche massiv. Die Auswirkungen auf das gesamtgesellschaftliche Solidarsystem sind kaum abzuschätzen, denn sie betreffen Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen, Transferleistungen und die Verlagerung der Qualifizierung in die staatliche Verantwortung. Bei einer derartig fortgeschrittenen Desintegration unserer (Arbeits-) Gesellschaft stellt sich die Frage, wo noch Ansätze zu einer dringend erforderlichen Re-Solidarisierung gefunden werden können.

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Themenblock: »Forschungsarbeiten«

Referent_in: Catalina Körner

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2012, 10:30–12:00 Uhr

Auseinandersetzungsprozesse mit NS-Täter*innenschaft im familiären Kontext

Die deutsche Gesellschaft bestand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem maßgeblichen Teil aus Nazi-Täter*innen. Als Eltern, Großeltern, Lehrer*innen, politische Akteur*innen, Beamt*innen oder Kulturschaffende haben sie bis über die 1970er Jahre hinaus den Diskurs über den und die Darstellungsformen des NS in familiären Zusammenhängen, Politik, Kultur, Wissenschaft und Bildung wesentlich geprägt und gestaltet. Aus psychologischer Sicht stellt sich die Frage, welche subjektive Funktionalität die durch Tradierung teils immer noch aktuellen Narrative in der Gegenwartsgesellschaft erfüllen und wie Subjekte sich darin bewusst (anders) verhalten können oder alternative Denk- und Deutungsformen entwickeln.

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Themenblock: »Gesellschaftskritik«

Referent_in: Ulrike Eichinger

Tag/Zeit: Mittwoch, 12.9.2012, 16:30–18:00 Uhr

Teil 2

Auf Basis eines Forschungsprojekts zum Thema „Die Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit aus der Beschäftigtenperspektive“ wird vorgestellt wie sich Praxisforschung auf kritisch-psychologischer Grundlage konkretisieren lässt. Schwerpunkt soll neben der Vorstellung des Projekts theoretisch und praktisch der Transfer der Ergebnisse in die Praxis sein.

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Themenblock: »Gesellschaftskritik«

Referent_in: Ulrike Eichinger

Tag/Zeit: Mittwoch, 12.9.2012, 14:30–16:00 Uhr

Teil 1

Auf Basis eines Forschungsprojekts zum Thema „Die Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit aus der Beschäftigtenperspektive“ wird vorgestellt wie sich Praxisforschung auf kritisch-psychologischer Grundlage konkretisieren lässt. Schwerpunkt soll neben der Vorstellung des Projekts theoretisch und praktisch der Transfer der Ergebnisse in die Praxis sein.

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Themenblock: »Forschungsarbeiten«

Referent_in: Martin Fries

Tag/Zeit: Samstag, 15.9.2012, 10:30–12:00 Uhr

In meinem Vortrag möchte ich ein zentrales Theoriestück aus Holzkamps „Grundlegung der Psychologie“ einer kritischen Analyse unterziehen: Die Bestimmung der „gesellschaftlichen Natur des Menschen“. Meine Kritik setzt bei den impliziten philosophischen Voraussetzungen Holzkamps an, bei der marxistisch-leninistischen Wissenschafts- und Erkenntnistheorie. Von da aus lässt sich aufweisen, dass Holzkamp nicht in der Lage ist, ein wirklich (ideologie-)kritisches Verständnis des empirischen Materials zu erlangen, das ihm zur argumentativen Grundlage dient. Ebenso leitet sein politisches Vorverständnis die Anordnung des Materials. Ich meine zeigen zu können, dass bei Holzkamp als Mensch überhaupt eine marxistische Projektion ausgegeben wird: das aus seiner kapitalistischen Formbestimmtheit gelöste weiße, proletarische, männliche Individuum.

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Themenblock: »Forschungsarbeiten«

Referent_in: Niklas A. Chimirri

Tag/Zeit: Donnerstag, 13.9.2012, 10:30–12:00 Uhr

Forschende als Teilnehmende und Mitgestaltende

Zentral für Weiterentwicklungen der Kritischen Psychologie in Skandinavien und insbesondere Dänemark ist ein Verständnis des Subjektes als Teilnehmende_r an gesellschaftlicher Praxis (etwa Dreier 1999, 2006, 2008; Nissen 2012). Entsprechend untersuchen empirische Studien konkrete Widersprüche und Dilemmata, mit denen sich die Teilnehmenden im alltäglichen Handeln im Verhältnis zu den die jeweiligen Praxis bestimmenden, sich verändernden Bedingungen begegnen. Deren Perspektiven verweisen auf die Vielschichtigkeit der Vermittlungsebenen, eröffnen dabei zugleich alternative Verständnis- und Handlungsmöglichkeiten, um die Widersprüche aufbrechen und damit Praxis potenziell verändern zu können.

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Themenblock: »Forschungsarbeiten«

Referent_in: Johanna Dietz

Tag/Zeit: Mittwoch, 12.9.2012, 10:30–12:00 Uhr

Subjektive Funktionalität von Rassismus für Studierende der FU Berlin

Wie kann eine Psychologie des Rassismus aussehen? Wie lassen sich rassistische Denk- und Verhaltensmuster kritisch-psychologisch fassen? Ich möchte meine Diplomarbeit vorstellen, in der ich versucht habe, anhand qualitativer Interviews die subjektive Funktionalität rassistischer Denkformen für weiße deutsche Studierende, wie mir selbst, herauszuarbeiten. Dazu müssen zunächst verschiedene psychologische Fassungen von Rassismus zurückgewiesen und die Grundlagen kritisch-psychologischer Subjektfassung, vor allem des Verhältnis von Gesellschaft und Individuum, wiederholt werden.

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Themenblock: »Gesellschaftskritik«

Referent_in: Katrin Hillebrand

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2012, 14:30–16:00 Uhr

Eine biographische Untersuchung

Wie entwickelt sich Engagement und widerständiges Handeln in der Biografie von Frauen? Welche Erfahrungen und Begründungsmuster spielen dabei eine Rolle? Welchen Handlungsmöglichkeiten und -behinderungen sehen sich Frauen in politischen Organisationen wie den Gewerkschaften gegenüber? Dies sind zentrale Fragen des Forschungsprojekts der Referentin, das unter der Betreuung von Prof. Held (Tübingen) durchgeführt wurde. Das Projekt konzentrierte sich dabei auf die Perspektive von Frauen, die sich ehrenamtlich in Gewerkschaften engagieren. Weiterlesen »

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Themenblock: »Gesellschaftskritik«

Referent_in: Josef Held

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2012, 16:30–18:00 Uhr

Solidarität, kollektives Handeln und Widerstand sind drei soziale Themen, die in der Krit8schen Psychologie immer eine wichtige Rolle gespielt haben. Die drei Begriffe spielen zwar explizit in den Hauptwerken von Klaus Holzkamp eine untergeordnete Rolle, bilden aber dennoch einen zentralen Bezugspunkt seiner Arbeit. Holzkamp spricht in seiner »Grundlegung der Psychologie« die »kollektive Aktivitätsorganisation« und den »Widerstand« an, sowie in seinem Lern-Buch die »verdeckte, subversive Solidargemeinschaft«. In einem Video von der 2. Ferienuni Kritische Psychologie nimmt er zum Problem der Kollektivität Stellung.

Im Anschluss daran soll diskutiert werden, wie das »Soziale« in der Kritischen Psychologie diskutiert wurde und welcher Stellenwert ihm zuerkannt wurde (vgl. dazu Held FKP 50). Die Frage ist auch, in welcher Beziehung dazu die Begriffe Subjekt und Intersubjektivitätsbeziehung stehen. An einem Fallbeispiel, einer jungen Sozialarbeiterin, soll anschaulich belegt werden, wie das Subjektive mit dem Sozialen und dem Gesellschaftlichen vermittelt ist.

Ferienuni Kritische Psychologie 2012 using Theme Adventure by Eric Schwarz adapted by Stefan Meretz
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